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Zeckenbisse – Gefahren und Behandlung

Insbesondere in den wärmeren Monaten treten Zeckenbisse häufig bei Mensch und Tier auf. Diese bringen gewisse Gefahren mit sich, die jedoch mit der richtigen Behandlung minimiert werden können. Auch präventive Maßnahmen können möglichen gefährlichen Folgen von Zeckenbissen entgegenwirken. Der Zeckenbiss wird auch häufig Zeckenstich genannt, da dieser Begriff den biologischen Vorgang etwas treffender beschreibt. Im Alltag wird aber noch oft vom Zeckenbiss gesprochen.

Gefahren durch Zeckenbisse

 Die größte Gefahr durch Zeckenbisse ist die Übertragung von Infektionskrankheiten. In Deutschland werden Menschen vor allem mit der Lyme-Borreliose oder mit FSME (Frühsommer Meningoenzephalitis) infiziert. Nicht jede Infektion hat eine Erkrankung zur Folge, insgesamt treten nur bei rund 0,3 bis 1,4% aller Zeckenbisse Krankheitssymptome auf. Dabei kommt es jedoch wesentlich häufiger zu Borreliose-Infektionen als zu FSME-Infektionen. Beide Krankheiten werden nicht von Mensch zu Mensch übertragen.

  • Lyme-Borreliose: Die ersten Anzeichen einer Borreliose-Infektion treten meist einige Tage später in Form einer Wanderröte um die Einstichstelle herum auf. In den folgenden Wochen breiten sich die Bakterien im Körper aus und es kann zu grippeähnlichen Begleiterscheinungen, Müdigkeit, Schweißausbrüchen und Schwindel kommen. Aber auch verschiedene langfristige Beschwerden, wie Taubheit, Kopfschmerzen, Gesichtslähmungen oder Sehstörungen können auftreten. Aufgrund der Vielfalt an Symptomen und dem unterschiedlichen Erkrankungsbild bleiben Borreliose-Infektionen häufig über einen längeren Zeitraum unentdeckt.
  • FSME: Eine Infektion mit FSME-Viren hat in der Regel nur eine leichte Hirnhautentzündung zur Folge. Bei 5-10% der Erkrankten bleiben jedoch schwere Lähmungen zurück.

Behandlung von Zeckenbissen 

  • Zecke entfernen: Da sich das Infektionsrisiko erhöht, wenn die Zecke länger am Körper bleibt, ist es wichtig, sie so schnell wie möglich zu entfernen. Dazu sollten nicht die Finger benutzt werden, sondern Zeckenpinzetten oder Zeckenhaken. Die Zecke sollte möglichst nach an der Einstichstelle an ihren Mundwerkzeugen gegriffen und dann langsam und gerade aus der Haut gezogen werden. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass alle Teile der Zecke entfernt werden. Traut man sich selbst das Entfernen der Zecke nicht zu, so sollte ein Arzt aufgesucht werden.
  • Einstichstelle reinigen: Im Anschluss an das Entfernen der Zecke ist die Einstichstelle gründlich zu reinigen. Dazu verwendet man am besten Desinfektionsmittel. In den folgenden Tagen sollte die Einstichstelle regelmäßig kontrolliert werden. Um Veränderungen besser erkennen zu können ist es hilfreich, ein Foto zu machen oder die Stelle mit einem Stift zu umkreisen. Treten eine Schwellung, Rötung oder andere Krankheitssymptome auf, ist ein Arztbesuch unbedingt ratsam.

Prävention von Zeckenbissen

Um einem Zeckenbiss vorzubeugen, können eine Reihe von Maßnahmen ergriffen werden, sodass der Aufenthalt in der Natur mit einem geringeren Risiko verbunden ist:

  • Lange und enganliegende Kleidung tragen
  • Zeckenschutzspray benutzen
  • Regelmäßiges und gründliches Absuchen des ganzen Körpers nach Zecken – insbesondere Haaransatz, Ohren, Hals, Achseln, Ellenbeuge, Bauchnabel, Genitalbereich oder Kniekehle